Die drittgrößte Stadt Frankreichs liegt im Osten des Landes in gebirgiger Umgebung und zählt knapp 500.000 Einwohner. Kurzurlauber oder Geschäftsreisende finden Gefallen an der regionalen Küche in Lyon, denn nicht umsonst nennt man die Stadt „La ville de gueule“, was sich frei als „Stadt der Gaumenfreuden“ übersetzen ließe. Hühnchen in Essig, Lyoner Fleischwurst (Cervelas), schwarzer Pudding mit Apfel, Käsespezialitäten aus dem Ardèche und der Dauphiné sowie Weine von den Côtes du Rhône werden in den traditionellen Brasserien und Speiselokalen serviert, die sich vorwiegend in der Altstadt befinden. Feinschmecker verlassen sich auch gern auf die Tagesempfehlungen des Patrons. In Lyon gibt es aber auch zahlreiche Restaurants, in denen klassisch französisch, italienisch, asiatisch, brasilianisch oder marokkanisch gekocht wird.
Das Stadtbild prägen die beiden Flüsse Rhône und Saône, das Wahrzeichen von Lyon ist ein dem Eiffelturm in Paris nachempfundenes Bauwerk, der Tour métallique de Fourvière. Er entstand zwischen 1892 und 1894, diente bis 1953 als Aussichtsturm und heute als Fernsehturm. Lyon nennt man auch „Hauptstadt der Seide“.
Mit der Herstellung von wertvollen Stoffen wurde im 16. Jh. begonnen. In der Stadt werden außerdem Fayencen, Keramiken mit Zinnglasur, hergestellt. Das Puppenspiel ist ebenfalls in Lyon beheimatet. Den Brüdern Lumière, die als Erfinder der Filmkunst gelten, wurde die „Straße des ersten Films“ gewidmet.
Kulturell interessierte Reisende finden in Lyon zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die romanisch-gotische Kathedrale St. Jean aus dem 15. Jh. sowie die weiße Basilika Notre-Dame de Fourvière aus dem 17. Jh. Das Musée des Beaux Arts gilt als eines der führenden Kunstmuseen in Europa und zeigt Werke aus allen Epochen der Kunstgeschichte. Ein Bummel durch „Vieux Lyon“ macht den Besucher mit dem Viertel zwischen der Saône und dem Berg Fourvière vertraut. Die Altstadt wurde im Mittelalter und zu Zeit der Renaissance gebaut, typisch sind die „Traboules“ genannten historischen Verbindungsgänge zwischen den Innenhöfen.